AUF DIE PLÄTZE – FERTIG – BUMM

Ab jetzt dürfen wir in jedem ÖLV Newsletter einen Beitrag von unserem Blog veröffentlichen. Der erste ist schon in der ÖLV Newsletter Ausgaben vom Februar erschienen. Diesen Artikel wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten!! Viel Spaß beim Lesen!!! 😉

jfopv

Es war ein kalter Februar Morgen als sich drei Leichtathletinnen auf die Mariahilfer Straße wagten, um mit statistischen und qualitativen Methoden den Stellenwert der Österreichischen Leichtathletik bei der Wiener Bevölkerung zu erfragen. Durch die Verwendung einer guten Mischung aus der bereits den alten Griechen bekannten Mäeutik, und der allseits bekannten Ö3-Mikromann-Fragerei, wurde den Wienern und Wienerinnen an diesem Tag ihre geheimen Kenntnisse zur Leichtathletik entlockt.

DU machst doch Leichtathletik?“ – „Na, ich geh nur Laufen!“

Ah Leichtathletik! Habe ich früher auch gemacht… Am Reck und auf den Ringen und so!“

Die erste Frage mit der unsere noch ahnungslosen Befragungsopfer konfrontiert wurden, war, was die Disziplinen der Leichtathletik seien. Abgesehen von jenen der Spezies „Nichtswissend“, die allein mit dem Begriff „Leichtathletik“ nichts anzufangen wussten, waren wir doch über eine Vielzahl an Antworten, teilweise sogar richtigen, überrascht. Wie aus der Pistole geschossen kamen die Schlagwörter: Hochsprung, Hürden, Weitsprung, 100m Lauf, Diskus, Marathon, Schwimmen, Radfahren, Bodenturnen, etc. . Offensichtlich erfasst unsere Sportart doch ein paar mehr Disziplinen als wir, „Alteingesessenen“, geahnt hätten.

Die mit den langen Nägeln!“

Weitaus ernüchternder waren die Antworten auf die Frage, ob denn ein/eine aktiver/aktive Leichtathlet/Leichtathletin bekannt sei. Das Spektrum der Antworten reichte von „ich kenne niemanden“ bis zu „ na i kenn kan“. Nichts desto trotz dürfen wir Georg Werthner, Elmar Lichtenegger und „der einen Sprintern da“ (Annahme: Karin Mayr–Krifka) gratulieren. Diese beiden Herren wurden namentlich genannt, als wir weiterfragten, ob man sich vielleicht an „nicht mehr aktive“ österreichische Leichtathleten erinnern könne.

Was im Gedächtnis bleibt, sind offensichtlich ausgefallene Merkmale. So wurden von den Befragten unter anderem die langen, bunten Fingernägel von Florence Griffith-Joyner erwähnt. Die Aussage „only bad news are good news“ scheint auf die Oscar Pistorius Schlagzeilen zuzutreffen. Dieser wird, wie es scheint, gleichermaßen als „blade runner“ aber eben auch als „der eine, der verurteilt worden ist“, im Gedächtnis behalten.

Einer hält die Pistole in die Luft und BUMM!“

Auf die Plätze, fertig, bumm!“

Diese und weitere ähnliche Antworten, erhielten wir auf die Frage hin, ob denn das Startkommando bekannt sei. Auch diesmal waren wir positiv überrascht, dass doch einige Leute diese Frage, mehr oder weniger richtig, beantworten konnten. Das war für uns, nach dem ein paar Monate zurückliegenden Erlebnis, mit einem bekannten österreichischen Fußballer, nicht selbstverständlich. Weniger ernüchternd, als viel mehr unterhaltsam, fanden wir sein Kommando  Auf eure Marken“, mit dem er uns ins Rennen schicken wollte. Es sei ihm verziehen, hat man als Fußball-Profi doch häufig Kontakt mit der internationalen Sportszene und mag das Englische „on your marks“ im Kopf haben.

Eine weitere Begegnung  mit der Fußballwelt ergab sich nun auf der Mariahilferstrasse. Diesmal in Form von zwei Rapid-Fans, die, entgegen unserer Erwartungen, mit Leichtathletik – Kenntnissen trumpfen konnten.  Damit nicht genug, hatten sie sogar Ideen, wie man die Leichtathletik in Wien  unterstützen könnte. Hier ein Auszug:

„Die haben elf Trainingsplätze hinterm Happel-Stadion, da sollen’s doch einen umbauen in a Leichtathletikbahn!“

Das wäre doch mal ein Anfang!

Bis dahin ist es wohl noch ein weiter Weg. Und wie lautet das aktuelle Fazit? Die Moral von der Geschicht’: Um die Bekanntheit der Leichtathletik muss man sich keine Sorgen machen. Vom „Bumm“ der Startpistole, bis zum Radfahren und Bodenturnen ist der Öffentlichkeit in Wien in Sachen Leichtathletik alles bekannt. Und wenn eine der bekanntesten österreichischen Leichtathletinnen von einem lokalen Politiker mit der Frage, was denn die ideale Wassertemperatur für ihr Rennen sei, zu Olympia verabschiedet wird, untermauert dies nicht nur die Fachkunde der Öffentlichkeit sondern ebenso die der Politik zu unserem Sport. J

Bis zum nächsten mal,
Euer trackstories Team

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